ÖVAG gelingt im 1. Quartal Turnaround

Geschäft läuft gut– Operatives Ergebnis EUR 115 Mio.

  • Im 1. Quartal 2010 verzeichnet der Konzern der Österreichischen Volksbanken-AG (ÖVAG) nunmehr ein gutes Ergebnis, womit sich die Trendwende zum Positiven fortsetzt. Das Ergebnis vor Steuern beträgt EUR 22 Mio., das Konzernergebnis EUR 7 Mio. und das operative Betriebsergebnis EUR 115 Mio.

Turnaround gelingt nachhaltig

  • Das operative Ergebnis liegt um 69 % über dem ersten Quartal 2009. Die operative Cost-Income-Ratio beträgt 55 %, womit der Wert des Gesamtjahres 2009 von 57,6 % noch einmal unterschritten wurde. Damit wird der Turnaround der ÖVAG dokumentiert.

    „Die harte, konsequente Arbeit der letzten Monate wird nun mit dem ersten positiven Quartalsergebnis seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise belohnt. Die Vorschau auf das Gesamtjahr ist deutlich positiv. Das macht uns sicher, dass der Turnaround nachhaltig gelingt“, kommentiert Generaldirektor Gerald Wenzel das Quartalsergebnis.

Weiter ausgezeichnete Liquidität und starke Kapitalausstattung

  • Die Bilanzsumme beträgt zum 31. März 2010 EUR 49,7 Mrd. und weist eine Steigerung gegenüber dem 31. Dezember 2009 von EUR 1,6 Mrd. oder 3,3 % aus. Nachdem das Kreditvolumen 2009 zurückgegangen war, kehrte sich dieser Trend im 1. Quartal 2010 um. Auch die Forderungen an Kunden zeigen einen Anstieg von EUR 55 Mio. auf EUR 24,2 Mrd. Die Einlagenbasis konnte stabilisiert werden. Die verbrieften Verbindlichkeiten blieben mit EUR 17,3 Mrd. auf dem Niveau des Ultimo 2009. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden veränderten sich um +3,0 % auf EUR 7,5 Mrd. Dadurch wird die ausgezeichnete Liquiditätssituation des ÖVAG Konzerns noch zusätzlich gestärkt.

    Die bankrechtlichen Eigenmittel der ÖVAG Kreditinstitutsgruppe betrugen zum 31. März 2010 EUR 3,6 Mrd. Die Tier I Ratio (Verhältnis Kernkapital zur Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko) betrug 9,5 %. Die Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko lag bei 11,6 %. Die Eigenmittel überstiegen das regulatorische Erfordernis um mehr als EUR 1,1 Mrd. oder 45 %.

Solide Basis für Zukunftslösung

  • Unter der neuen Führung legt die ÖVAG besonders hohes Augenmerk auf die Versorgung mit Liquidität und Kapital. Weitere Prioritäten sind  die Risikovorsorge und  die Reduktion des Verwaltungsaufwandes. Einschneidende Maßnahmen wurden implementiert, die der ÖVAG bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 64 Mio. Ersparnis brachten.

    „Diese Maßnahmen sind eine solide Grundlage, um Zukunftsoptionen für den Konzern zu prüfen und konsequent zu realisieren. Wir stellen damit das Spitzeninstitut der starken regionalen Volksbanken als werthaltigen Partner auf, und zwar für Finanzinvestoren und gleichwertige strategische Partner ebenso wie für die bestehenden Eigentümer“, hebt Volksbanken Verbandsanwalt Hans Hofinger hervor.

Ergebnisse im Detail

    • Der Zinsüberschuss ist der maßgebliche Werttreiber hinter diesem Ergebnis und beträgt EUR 207 Mio. Das entspricht einer Steigerung von EUR 60 Mio. oder 40 % gegenüber der Vergleichsperiode 2009.
    • War 2009 eine deutlich gebremste Kreditnachfrage festzustellen, so zeigt sich im 1. Quartal 2010 erstmals eine Steigerung des Kreditvolumens.
    • Das bereinigte Zinsergebnis (ohne Ergebnis aus Wertveränderungen von Immobilien gem. IAS 40 und aus der Equity-Bewertung) zeigt mit EUR 208 Mio. den höchsten Wert der vergangenen 5 Quartale. Auch hier dokumentiert sich der Umkehrtrend, den der ÖVAG Konzern nunmehr erreicht hat.
    • Der Provisionsüberschuss konnte mit EUR 36 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die Detailanalyse zeigt, dass das Provisionsergebnis aus dem Kreditgeschäft um knapp EUR 2 Mio. unter der Vergleichsperiode 2009 liegt.
    • Die bewusste Reduktion von Krediten in fremder Währung führte als Teil einer den Märkten angepassten Risikostrategie zu einem Absinken des Überschusses aus dem Wechselkursgeschäft.
    • Dank gestiegener Kundennachfrage konnte der ÖVAG Konzern im Provisionsergebnis aus Wertpapierdienstleistungen deutlich zulegen.
    • Auch im Zahlungsverkehr konnten höhere Ergebnisse erzielt werden.
    • Das Handelsergebnis lag unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dies ist aber in erster Linie auf die ausgezeichnete Performance im Jahr 2009 zurückzuführen, wo im ÖVAG Konzern ein Rekord im Handelsergebnis erzielt werden konnte.
    • Die Verwaltungsaufwendungen von EUR 140 Mio. weisen im Jahresabstand einen weiteren Rückgang auf, was die Effizienz der 2009 gestarteten Kostensenkungsprogramme belegt. Im Bereich der Sachkosten sowie im Bereich der Personalkosten wurden EUR 5 Mio. bzw. 1 Mio. gegenüber dem Vorjahr eingespart.
    • Der Personalstand in Österreich (bereinigt um die Mitarbeiter der VB Linz+Mühlviertel) verringerte sich seit dem Jahresultimo von 1.467 auf 1.453 Mitarbeiter.
    • In CEE findet weiter eine Optimierung des Vertriebsnetzes statt, was von einem Rückgang der Beschäftigten von 6.390 auf 6.340 begleitet ist. Insgesamt betreuten zum Ende des 1. Quartals 2010 (ohne Mitarbeiter der VB Linz+Mühlviertel) 7.793 Mitarbeiter über 581 Vertriebsstellen im In- und Ausland die Kunden des ÖVAG Konzerns.
    • Eine Trendumkehr zeichnet sich auch bei den Risikovorsorgen ab. Diese betrugen im 1. Quartal 2010 EUR 107 Mio. Damit liegen die Risikovorsorgen zwar noch immer über den Werten vor der Krise, aber dennoch bereits deutlich unter den letzten beiden Quartalen. Vgl.: EUR 270 Mio. im 3. Quartal und EUR 306 Mio. im 4. Quartal 2009.
    • Das sonstige betriebliche Ergebnis mit EUR 4 Mio. und das Ergebnis aus Finanzinvestitionen mit EUR 9 Mio. sind deutlich positiv.
    • Der Ausblick für die Geschäftsentwicklung 2010 stellt sich gegenüber 2009 deutlich optimistischer dar, der Turnaround zeichnet sich schon mit den Zahlen des 1. Quartales 2010 ab. Aus diesem Grund rechnet die ÖVAG auf Konzernebene für 2010 wieder mit einem Gewinn.
    • Dennoch kann eine Ausschüttung 2011 für das Geschäftsjahr 2010 auf gewinnabhängige Kapitalinstrumente aus heutiger Sicht nicht in Aussicht gestellt werden. Dafür wäre ein Gewinn im Einzelinstitut der ÖVAG notwendig.