Geschichte

  • Mit 4. Juli 2015 wurde die rechtliche Spaltung der ÖVAG bestätigt. Die damit verbundene Übertragung des abgespalteten Teils auf die Volksbank Wien-Baden AG ist erfolgt und die Bankkonzession der ÖVAG wurde zurückgelegt. Die hat auch ein Ausscheiden der ÖVAG aus dem Haftungsverbund zur Folge.

    Am 28. Mai 2015 haben die Aktionäre der ÖVAG in der Hauptversammlung einstimmig Beschlüsse zur Spaltung der ÖVAG und Umwandlung in eine Abbaugesellschaft gefasst: Der Zentralorganisation- und Zentralinstitut-Funktion Teilbetrieb wird auf die Volksbank Wien-Baden AG übertragen; die „Rest-ÖVAG“ wird als Abbaugesellschaft gemäß § 162 BaSAG mit dem Namen immigon portfolioabbau ag fortgeführt.

    Am 7. April 2015 fand das Closing des Verkaufs der Volksbank Romania S.A. an die Banca Transilvania statt. An der VBRO war die ÖVAG mit 51 % beteiligt, die Groupe BPCE mit 24,5 %, die DZ BANK AG mit 16,36 % und die WGZ BANK mit 8,14 %. Gemäß dem für die ÖVAG geltenden Restrukturierungsplan der EU-Kommission musst die VBRO bis Ende 2015 verkauft werden.

    Im Oktober 2014 hat der ÖVAG-Vorstand den Grundsatzbeschluss gefasst, die Strukturen der ÖVAG neu zu ordnen: Jene Aufgaben, die die ÖVAG aufgrund gesetzlicher Vorgaben als Zentralorganisation des Volksbanken-Haftungsverbunds erfüllt, werden an die Volksbank Wien-Baden übertragen. Ebenfalls übertragen werden Servicefunktionen, die die ÖVAG dem Volksbank-Sektor zur Verfügung stellt und die für den ordnungsgemäßen Bankenbetrieb notwendig sind. Ziel der Rest-ÖVAG ist es, den Abbauprozess zügig fortzusetzen, die Verbindlichkeiten der Gläubiger planmäßig bei Fälligkeit zu bedienen und damit die ÖVAG final abzuwickeln. Zum Ende des ersten Halbjahres 2015 wird die ÖVAG die Banklizenz zurücklegen.

    In Umsetzung des Restrukturierungsplans mit der Republik Österreich und der Europäischen Kommission wurden seit 2012 zahlreiche, substantielle Sanierungsmaßnahmen gesetzt: Durch Abbau von Aktiva konnte die Bilanzsumme des ÖVAG-Konzerns von EUR 41,1 Mrd. auf EUR 15,9 Mrd. (30.9.2014) deutlich reduziert werden.

    Im Herbst 2012 wurde auch die Umgestaltung des Volksbank-Sektors in einen Kreditinstitute-Verbund gem.  § 30a BWG (gemeinsamer Haftungs- und Liquiditätsverbund) beschlossen: Die Banken der Primärstufe und die ÖVAG bilden ab diesem Zeitpunkt den Volksbanken-Verbund mit der ÖVAG als Zentralorganisation.

    28.09.2012: ÖVAG und Investkredit sind rechtswirksam fusioniert. Der Name der vereinten Bank lautet „Österreichische Volksbanken-Aktiengesellschaft“. Die Fusion gilt rückwirkend zum 31.12.2011.

    19.09.2012: Positive beihilferechtliche Entscheidung der Europäischen Kommission zu den Umstrukturierungsmaßnahmen der Österreichischen Volksbanken-AG.

    3. September 2012: Dr. Stephan Koren wird neuer Generaldirektor der ÖVAG

    Am 27. Februar 2012 haben sich die Republik Österreich und die Volksbanken auf eine nachhaltige Lösung zur Stabilisierung der ÖVAG geeinigt. Das Kapital der ÖVAG wird mit Wirkung zum 31.12.2011 um bis zu 70 % herabgesetzt. Gleichzeitig nehmen Bund und Volksbanken eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von insgesamt EUR 480 Mio. vor. Ziel und Zweck dieser vereinbarten Maßnahmen ist die Sanierung und der Umbau der ÖVAG zu einer nachhaltigen Verbundbank nach § 30a BWG.

    Am 15. Februar 2012 wird der Verkauf der Volksbank International an Sberbank abgeschlossen.

    2011 Gemäß der neuen Strategie der ÖVAG, kleiner zu werden, wird die Europolis verkauft. Mit der Sberbank wird das Signing zum Verkauf der Volksbank International AG (exkl. VB Romania S.A.) durchgeführt.

    2009 Im Mai übernimmt mit KR Mag. Gerald Wenzel ein neuer Generaldirektor die Führung des ÖVAG-Konzerns.

    2008 Mit der Abgabe der Kommunalkredit Austria AG an die Republik Österreich am 3. November 2008 trennte sich die Österreichische Volksbanken-AG vom Segment Kommunen.

    2005 übernahm die Österreichische Volksbanken-AG, Spitzeninstitut der unabhängigen regionalen Volksbanken, die Investkredit-Gruppe.

    2004 unterhielt der Österreichische Volksbanken-AG Konzern Niederlassungen in elf Ländern Mittel- und Osteuropas. Im Dezember erklärten einerseits die französische Volksbanken-Gruppe Banque Fédérale des Banques Populaires (BFBP) sowie andererseits die deutsche DZ BANK AG und WGZ-Bank, sich zu je 24,5 % an der Volksbank International AG beteiligen zu wollen. Die Umsetzung erfolgte 2005.

    2002 Die bereits bestehende Kooperation zwischen den Volksbanken bzw. der Österreichischen Volksbanken-AG und der ERGO Versicherungsgruppe AG (VICTORIA-Versicherung) wurde durch die Aufstockung der bisherigen Beteiligung an der Österreichischen Volksbanken-AG auf 10 % gefestigt.

    2001 erfolgte die Gründung der Volksbank Wien AG, in die die Österreichische Volksbanken-AG ihren Filialbetrieb einbrachte. Dadurch wurde die Position der Volksbank im Großraum Wien gestärkt.

    1997 Um die Bankaktivitäten in CEE zu straffen wurde in diesem Jahr die VB-International GmbH gegründet, die im Jahr 1999 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und 2000 in Volksbank International AG (VBI AG) umbenannt wurde. Die Beteiligungen der Österreichischen Volksbanken-AG an ihren Auslandstochterbanken werden schrittweise an die VBI AG übertragen.

    1996 begann die Kooperation zwischen dem Österreichischen Genossenschaftsverband und der Deutschen Genossenschaftsbank, die im Juli 1996 in einer 25-prozentigen Beteiligung der deutschen DZ Bank AG an der Österreichischen Volksbanken-AG mündete.

    1991 erfolgte eine  Neuausrichtung der Österreichischen Volksbanken-AG von einem reinen Spitzeninstitut zu einem Spitzeninstitut mit Kommerzbankfunktion. In den folgenden Jahren wurde die Expansion in die Länder Ungarn, Slowenien, Tschechien, Kroatien, Rumänien, Bosnien und Herzegowina, Serbien-Montenegro und die Ukraine vorangetrieben.

    1974 Mit Beschluss der Generalversammlung vom Juni 1974 wurde die Zentralkasse der Volksbanken Österreichs reg.Gen.m.b.H. von der Rechtsform der Genossenschaft in die einer genossenschaftlichen Aktiengesellschaft umgewandelt. Sie enthält in ihrer Satzung den genossenschaftlichen Förderauftrag.

    1930 wurde der Österreichische Genossenschaftsverband – Schulze-Delitzsch – unter seinem heutigen Verbandsnamen gegründet.

    1922 wurde die heutige Österreichische Volksbanken-AG als Zentralinstitut der österreichischen Volksbanken gegründet, um diese bei der Erfüllung ihres Förderauftrages zu unterstützen. Sie sollte in erster Linie Liquiditätsschwankungen unter den Volksbanken ausgleichen, die bereits 1850 als gewerbliche Kreditgenossenschaften gegründet wurden.