Österreichische Volksbanken-AG präsentiert Zukunftskonzept

Verkauf der Europolis sowie Zusammenführung von ÖVAG und Investkredit

  • Wien (24.06.2010) Die ÖVAG Tochtergesellschaft Europolis AG wird an die CA Immo AG verkauft. Das haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der Österreichischen Volksbanken-AG (ÖVAG) heute beschlossen. Die CA Immo AG bezahlt für 100 % der Europolis-Anteile EUR 272 Mio. Mit den De-Konsolidierungseffekten und Anpassungen zum Closing, das für Jänner 2011 geplant ist, wird der Verkauf einen leicht positiven Ergebnisbeitrag zur Konzernbilanz liefern. Generaldirektor Wenzel: „Meine Strategie war von Anfang an, dass wir uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren. Mit dem Verkauf der Europolis haben wir Risikovolatilitäten eliminiert und erreichen deutlich bessere Planungssicherheit. Weiters haben wir damit mehr Spielraum und können uns mit den frei werdenden Mitteln auf die Kernaufgaben des Konzerns konzentrieren. Eine dieser Kernaufgaben war für uns immer, ein starker Partner der österreichischen Wirtschaft zu sein.“

    Um die Stärkung des Geschäftsmodells und die weitere Straffung der Konzernstruktur zu gewährleisten, haben die Gremien außerdem die Zusammenführung der ÖVAG mit der Investkredit Bank AG beschlossen. Die Umsetzung der Zusammenführung soll im 1. Halbjahr 2011 abgeschlossen sein. „Mit einem neuen, gemeinsamen Auftritt von ÖVAG und Investkredit steht den österreichischen Unternehmen eine starke, schlanke und effiziente Kommerzbank zur Verfügung. Gemeinsam mit den Volksbanken werden wir unsere ausgezeichnete Position im Firmenkundenbereich weiter ausbauen“, ist Generaldirektor Wenzel überzeugt.

Rückzahlung des staatlichen PS-Kapitals ab 2011

  • „Für uns war es jetzt der richtige Zeitpunkt, Entscheidungen für die Zukunft der ÖVAG zu treffen, Strukturen wie angekündigt zu verschlanken und den Fokus auf das Kerngeschäft zu richten. All diese Maßnahmen zielen auch darauf ab, der Republik Österreich ab 2011 vereinbarungsgemäß das PS-Kapital zurückzuzahlen und dieses auch zu bedienen“, so ÖVAG-Generaldirektor Gerald Wenzel weiter. „Unsere Situation hat sich, wie man am positiven Q1-Ergebnis sehen kann, deutlich verbessert. Die Evaluierung möglicher strategischer Partnerschaften hat in einem ersten Schritt keine zufrieden stellenden Optionen für uns und unsere Stakeholder gebracht. Für alle künftigen interessanten Möglichkeiten bleiben wir offen.“

    ÖVAG-Aufsichtsratspräsident Hans Hofinger: „Mit den heutigen richtungsweisenden Entscheidungen bereinigen wir die schwierige Lage von 2009 und stärken die gesamte Struktur des ÖVAG-Konzerns nachhaltig. Die Volksbanken tragen diese Maßnahmen mit. Generaldirektor Gerald Wenzel genießt für seinen Kurs das volle Vertrauen.“

ÖVAG-Vorstand Dieter Tschach verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen

  • Vorstand Dieter Tschach verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen. Tschach ist im Oktober 2008, zum Ausbruch der Finanzkrise, als COO in die ÖVAG eingetreten und hat die Verantwortung für das interne Kostensenkungsprogramm übernommen. „Es war eine spannende und herausfordernde Zeit. Nun möchte ich mich aber neuen Herausforderungen stellen“, so Tschach. Aufsichtsratspräsident Hans Hofinger nimmt die Entscheidung zur Kenntnis und wünscht Dieter Tschach alles Gute für seinen weiteren Weg. „Die nachhaltige Reduktion des Verwaltungsaufwandes hat bereits 2009 zu Einsparungen in Höhe von EUR 64,1 Mio. geführt. Dieter Tschach hat mit seinem Team einen wesentlichen Beitrag zum Turnaround der ÖVAG geleistet. Dafür gebührt ihm unser Dank“. Dieter Tschach hat per 24. 6. 2010 sein Vorstandsmandat niedergelegt und steht für eine ordnungsgemäße Übergabe bis zum Jahresende zur Verfügung. Die Agenden von Dieter Tschach übernimmt ab sofort Generaldirektor Gerald Wenzel.

    Rückfragehinweis:
    Walter Gröblinger
    Österreichische Volksbanken-AG
    Tel.: 0043 (0)504004-3864
    walter.groeblinger@volksbank.com