Abbau im ÖVAG Konzern wird auch im Q1 2015 vorangetrieben - Korrektur

Vorbereitungsmaßnahmen zu geplanten Spaltung der ÖVAG laufen

  • Wien (12. Mai 2015) – Der ÖVAG Konzern hat auch im ersten Quartal 2015 die Abarbeitung des Restrukturierungsplans der EU-Kommission weiter vorangetrieben: Die Bilanzsumme hat sich abbaubedingt um EUR 0,3 Mrd. weiter verringert und beträgt zum 31. März 2015 EUR 14,8 Mrd. (Ultimo 2014: EUR 15,1 Mrd.).

    Nach dem erfolgten Verkauf der Volksbank Romania S.A. (Closing am 7. April 2015) finden derzeit konkrete Verhandlungen mit potenziellen Käufern für Gesellschaften der VB Leasing International Gruppe statt.

    Die Verkaufsprozesse für die VB Leasing Finanzierungsgesellschaft m.b.H., für die Volksbank Invest Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. und ihre Tochtergesellschaft Immo Kapitalanlage AG sowie die VB Factoring Bank AG wurden gestartet und Datenräume eingerichtet. Teilweise laufen noch die Due Dilligence Prüfungen der potentiellen Käufer; weitergehende Verhandlungen wurden noch nicht gestartet.

Konzernergebnis für das erste Quartal 2015

  • Das ÖVAG Konzernergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen liegt bei EUR -2 Mio.

    Der Zinsüberschuss für das erste Quartal 2015 beläuft sich auf EUR 32 Mio. und liegt damit um EUR 19 Mio. unter dem Ergebnis der Vergleichsperiode (Q1/2014: EUR 50 Mio.). Der Rückgang des Zinsergebnisses ist insbesondere auf die aufgrund des Verkaufs in 2014 fehlenden Zinsüberschüsse von ehemaligen Tochterunternehmen zurückzuführen.

    Der Provisionsüberschuss beträgt in der Berichtsperiode EUR 4 Mio. und ging im Vergleich zur Vorperiode (Q1/2014: EUR 5 Mio.) um EUR 1 Mio. zurück.

    Im Handelsergebnis ist im Vergleich zur Vorperiode (Q1/2014: EUR -12 Mio.) ein Anstieg zu verzeichnen. Das Handelsergebnis beträgt im ersten Quartal 2015 EUR -2 Mio.; der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere bei den zinsbezogenen Geschäften zu verzeichnen und steht im Zusammenhang mit Restrukturierungen von Sicherungsgeschäften. Dies diente der Optimierung des Hedge Accounting, was zu einer Entlastung des Handelsergebnisses führte.

    In der Risikovorsorge wird für das erste Quartal 2015 ein Ertrag von EUR 2 Mio. erfasst. Im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR -11 Mio. ist das ein Rückgang von EUR 13 Mio. Aufgrund des Abbaus der Non-core Kreditbestände im Zusammenhang mit der Restrukturierung war für die Berichtsperiode ein geringerer Wertberichtigungsbedarf als in der Vergleichsperiode notwendig bzw. konnten gebildete Risikovorsorgen aufgelöst werden.

    Der Verwaltungsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 59 Mio. (Q1/2014: EUR 64 Mio.) zurück gegangen. Der Personalstand verringerte sich gegenüber dem Ultimo 2014 um 49 Mitarbeiter und beträgt nun 1.268 Mitarbeiter. Davon sind 280 nicht in Österreich beschäftigt.

Vermögenslage

  • Die bankrechtlichen Eigenmittel der VB Holding eGen Kreditinstitutsgruppe betragen zum 31. März 2015 EUR 1,3 Mrd. (31.12.2014: EUR 1,2 Mrd.). Der Gesamtrisikobetrag der VB Holding eGen Kreditinstitutsgruppe belief sich per 31. März 2015 auf EUR 8,3 Mrd. (31.12.2014: EUR 8,7 Mrd.). Die harte Kernkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko beträgt 8,8 % (31.12.2014: 6,2 %), die Kernkapitalquote 9,2 % (31.12.2014: 6,2 %). Die Eigenmittelquote beläuft sich auf 16,0 % (31.12.2014: 14,2 %).

Ausblick

  • Die Vorbereitungsmaßnahmen zur geplanten Spaltung der ÖVAG laufen: In der Hauptversammlung am 28. Mai 2015 soll der Spaltungs- und Übernahmsvertrag genehmigt werden. Gleichzeitig soll die Herabsetzung des Grundkapitals sowie verschiedener Partizipationskapitalien zur Verlustdeckung beschlossen werden.

    Die rechtliche Spaltung der ÖVAG, die damit verbundene Übertragung des abgespaltenen Teils auf die Volksbank Wien-Baden, die Zurücklegung der Bankkonzession durch die ÖVAG und das Ausscheiden der ÖVAG aus dem Haftungsverbund sind für den 4. Juli vorgesehen. Die geplanten Maßnahmen werden derzeit geprüft und stehen unter dem Vorbehalt der ausstehenden Genehmigung der Bankenaufsicht, der Europäischen Kommission sowie weiterer Behörden und Institutionen.

  • Rückfragehinweis:
    Petra Roth
    Österreichische Volksbanken-Aktiengesellschaft
    Mobil: +43 664 6129223
    Mail: petra.roth@volksbank.com